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Wärmende Winterküche – Rezension

Das Kochbuch Wärmende Winterküche von der leidenschaftlichen Köchin Claudia Seifert und der Foodfotografin Sabine Hans widmet sich Gerichten, die ein wohliges und warmes Gefühl im Bauch während der kalten Monate erzeugen. Auf 176 Seiten mit diversen ansprechenden Bildern wird gezeigt, welche Vielfalt an Gemüsesorten selbst die karge Winterzeit zur Verfügung stellt und wie aus diesen kreative Speisen gezaubert werden können.

Den Beginn des winterlichen Kochbuchs bildet ein Hinweis auf regionale und saisonale Produkte, welche von den Autorinnen empfohlen werden. Aufgrund von gut gefüllten Supermarktregalen seien diese in vielen Küchen eine Seltenheit geworden. Mit diesem Buch geraten sie zurück in den Focus. Das Erste Kapitel widmet sich ganz den Vorspeisen und Salaten zur Winterzeit. Die Rezepte tragen verständliche Namen und ihre Zutaten sind stets wie angekündigt saisonbewusst. Dazu gehören beispielsweise Schwarzwurzeln, Birnen, Avocado und Rettich. Das zweite Kapitel widmet sich einer Sorte von Gericht, die zur kalten Jahreszeit natürlich nirgendwo fehlen darf, den Eintöpfen. Die vorgeschlagenen Rezepte sind wenig traditionell und besitzen interessante Kombinationen wie zum Beispiel ein Eintopf aus Rotkohl, Kartoffeln, Steckrüben und gebratenem Tofu zeigt. Winterzeit ist auch Erkältungszeit und so wird sich im folgenden Kapitel Gerichten gewidmet, welche vor Vitaminen nur so strotzen. Die aufgeführten Speisen reichen von einem Petersilienwurzelravioli mit Trüffeln bis zur Gemüselasagne. Besonders für die Festtage im Winter eignet sich das anschließende Kapitel, welches vom herzhaften Braten handelt. In diesem wird Kaninchen mit Maronen und Vanille kombiniert oder Entenbrust mit Holundersauce serviert. Wen es raus in die Kälte zieht, findet im nächsten Kapitel des Kochbuches Winterpicknicks. Dazu gehören nicht nur Sandwiches mit Lachs und einem Pesto aus Orangen sowie Nüssen, sondern auch Kekse. Heiße Getränke mit und ohne Alkohol finden Platz im vorletzten Teil des Buches. Den Abschluss des Kochbuches bilden Süßspeisen wie ein Kastanienparfait mit Birnen oder ein kreativer Honigkuchen.

Wärmende Winterküche

Wärmende Winterküche

Der Rezeptratgeber Wärmende Winterküche regt zum Kochen und Backen an. Die Rezepte klingen köstlich und werden durch beeindruckende Fotografien unterstützt. Funkelnde Schneekristalle, verlassene Spuren im Schnee und verschneite Hütten erzeugen eine romantische Winterstimmung, welche auf die Gerichte einstimmt, ohne von ihnen abzulenken. In den Rezepten werden bekannte sowie vergessene Gemüsesorten in neuer Art und Weise zubereitet bzw. kombiniert, so dass sich die Speisen durch eine hohe Kreativität auszeichnen. Leider fehlen an dieser Stelle hilfreiche Tipps zum Umgang mit unüblicheren Zutaten wie beispielsweise der Schwarzwurzel. Besonders Anfänger werden dadurch abgeschreckt. Ferner sind einige der Rezeptbestandteile in gewöhnlichen Supermärkten nicht erhältlich und sind teilweise etwas kostspielig, was am Beispiel des Trüffels deutlich wird. Gut ist jedoch, dass sich die Autorinnen dessen bewusst gewesen sind. So wurde dem Buch ein Saisonkalender beigefügt, wann die beste Zeit für den Kauf seltener Zutaten ist. Somit wird die Verfügbarkeit dieser Nahrungsmittel im Handel wahrscheinlicher, der Preis niedriger und der Geschmack besser.

Wärmende Winterküche ist daher ein saisonales Kochbuch für ambitionierte Anfänger oder Fortgeschrittene in der Küche. Die kreativen Rezepte eignen sich für köstliche Geschmacksüberraschungen, die alle am Esstisch beeindrucken werden. Die stimmungsvollen Bilder versetzen den Leser sofort in Winterstimmung und regen zu einem Kochen der aufgeführten Gerichte für die kalte Jahreszeit an.

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