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Die Backbibel – Rezension

Die Backbibel: Vom Bauernbrot bis zur Schokotarte ist ein Kochbuch von den zwei australischen Bäckern und Konditoren David McGuinness und Paul Allam. Auf 365 Seiten präsentieren die passionierten Meisterköche, was sich an Köstlichkeiten aus dem Backofen alles herausholen lässt. Dabei scheint es, als habe der Verlag die Ausführungen von David McGuinness und Paul Allam zu den Rezepten umgekürzt übernommen und abgedruckt. Die Kochanleitungen strotzen nur so von interessanten Informationen. Auflockerung bieten die ansprechenden Fotos.

Die Autoren widmen sich in ihrem Ratgeber Die Backbibel: Vom Bauernbrot bis zur Schokotarte den zwei Themenbereichen Brot und Kuchen. Im ersten Teil werden die unterschiedlichsten Brotvarianten dargestellt. Sie reichen von dem Klassiker Baguette über Kürbiskernbrot bis hin zu Olivenbrötchen. Somit bietet das Buch sowohl Anfängern interessante Brotrezepte, als auch versierten Fortgeschrittenen neue Anregungen. Der zweite Teil widmet sich der Welt der Pies, Tartes, Kuchen und Törtchen. So verlocken unter anderem karamellisierte Ingwertörtchen, Erbeer-Ricotta-Tarte und Creme-brulee-Törtchen mit Erdbeerpüree zu einem Ausprobieren der Rezepte. Des Weiteren werden Pasteten und Pies vorgestellt, die ein schöner Begleiter für Ausflüge ins Freie sind. Zu ihnen gehören beispielsweise Blätterteigrollen mit Lamm, Kaninchen-Quitten-Pie sowie Hähnchen-Pie mit Süßkartoffeln und Lime-Pickle. Auch ein Empanadarezept ist dabei. Die Teigtasche ist mit Kichererbsen, Auberginen und Ziegenquark gefüllt, was das traditionelle südamerikanische Gericht in einem sehr kreativen Licht erscheinen lässt.

Die Rezepte sind ausführlich im Fließtext dargestellt, was manchmal etwas unübersichtlich wirkt. Sie können nicht schnell überflogen werden, sondern erfordern eine große Aufmerksamkeit. Nicht ohne Grund trägt der Ratgeber den Titel Backbibel. Als hilfreich beweisen sich deshalb die vielen Schritt-für-Schritt-Abbildungen. Mit Unterstützung dieser ansprechenden Bilder gelingen somit auch die aufwendigsten Rezepte. Ein näherer Blick in die einzelnen Anleitungen offenbart, dass die Backfibel viel mehr als tradierte Rezepte zu bieten hat. Mit jeder einzelnen Backanleitung erhält der Leser eine kleine Lehrstunde. Es werden neue Kniffe dargestellt und ungewöhnliche Zutaten verlangt, die bereits bekannten Speisen eine verbesserte Note geben. So wird beispielsweise für die Herstellung von dem süßlichen Mürbeteig ein wenig Essig benötigt. Dies erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich, erweist sich aber als sinnvoller Tipp für ein überraschend schmackhaftes Ergebnis. Ebenfalls ungewohnt stellen sich die aufgeführten Mengen dar. Häufig sind die Rezepte für ein ganzes Backblech vorgesehen. So wird dem Leser spätestens hieran deutlich, dass passionierte Bäcker und Konditoren das Buch geschrieben haben. Für den privaten Gebrauch müssen die Mengenangaben daher unter Umständen ein wenig reduziert werden.

Die Backbibel: Vom Bauernbrot bis zur Schokotarte

Die Backbibel: Vom Bauernbrot bis zur Schokotarte

Die Backbibel: Vom Bauernbrot bis zur Schokotarte ist ein interessantes und vielfältiges Kochbuch, welches häufig überrascht. Es ist eher für passionierte Backofengerichtfreunde geeignet, die nicht nur eine kurze Kochanleitung lesen wollen, sondern zudem über die Rezepte mehr Wissen über das Backen erlangen möchten. Die langen Ausführungen zu den Rezepten können auch schnell ermüdend und verwirrend wirken. Es fehlt an Struktur. Wer anspruchsvolle sowie kreative Speisen aus seinem Backofen hervorzaubern möchte und ein bisschen Zeit hat, wird an dieser wahrhaftigen Backbibel viel Freude finden.

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